Neues Google Glass SDK ermöglicht Augmented Reality

Google hat das neue Glass Development Kit zur Verfügung gestellt. Es ermöglich jetzt auch AR-Apps, erstes Beispiel dafür ist die Implementierung von WorldLens, die live vor die Kamera gehaltene Wörter übersetzt. Zu den weiteren Beispielapps, die den Umfang des SDKs demonstrieren sollen, gehören GolfSight (ein Gold Rangefinder), Spelliste (ein Kopfbewegungsgesteuertes Buchstabierspiel), Strava (eine Sportapp) und Allthecooks Recipes zur Anzeige von Rezepten. Quelle: Road to VR

Virtuelle Fundstücke 29.10.2013

  • X3DOM: Das IGD releast Version 1.5.1 seiner Javascript Bibliothek.
  • Google Glass: Von der berühmten Brille soll es noch dieser Jahr eine neue Hardware Version geben, die auch mit normalen Brillen funktioniert. Der Kreis der Betatester soll damit einhergehend auch erweitert werden. Quelle: Golem
  • Projection Mapping: Ein ineressanter Artikel zur Nutzung von Projection Mapping im Sport findet sich hier (mit ein paar coolen Demovideos).
  • AR Stammtisch: Einen solchen gibt es in München, wie ich gerade sah.Zusammen mit einer Facebook Seite und einer Xing Gruppe, also gut vernetzt. Besonders beeindruckend ist auch die Tech Demo von Christie, gepowert von RTT DeltaGen, gezeigt auf der InfoComm und SIGGRAPH 2013.. Quelle: Projection-Mapping.org
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  • InfinitEye: Ein Hands-On Review des Oculus Rift Konkurrenten mit 210° FOV kann man detailliert auf Road to VR nachlesen, interessant.
  • MedicalAugmentedReality Blog: Dr. Christoph Bichlmeier (TU München) hat ein spezialisiertes Blog zur Anwendung von Augmented Reality in der Medizin. Letzter Post “Context Aware Augmented Reality for Dental Applications”. Prädikat sehr lesenswert.

Gemischte Links 18.10.2013

So und nun die kleinen Neuigkeiten, damit mein Newsfeed mal ein wenig kürzer wird.

Das soll’s sein, Schönes Wochenende!

insideAR 2013

Letzte Woche hatte ich dank Brandwatch (bei denen ich ein Ticket gewann – juhu) die Chance, die insideAR 2013  zu besuchen. Es war ein Erlebnis, hier die Highlights.

Die Konferenz besteht aus Vorträgen mit ergänzender Ausstellung, die sich wechselseitig ergänzen. Besonders interessant die Hardware, die verschiedentlich zu Demonstrationen genutzt wurde.

  • Oculus Rift: Am Stand von Imagination Technologies (Entwickler und Lizenzgeber z.B. für die bekannten PowerVR Grafikeinheiten für Mobiltelefone) gab es eine Rift angeschlossen an ein Galaxy S2 zu testen. Leider nur die 720p Version. Fazit: Sehr beeindruckender Bildauschnitt, etwas pixelig und bei Kopfbewegungen zog das Bild mit merklicher Latenz nach. Der Aussteller gab die Schuld daran der Brille.
  • Google Glass: Metaio zeigte seine Software in Form einer kleinen App auf Google Glass. In den Motorraum eines Audis wurden Erklärungsmarker eingeblendet und eine kleine Animation wie das Öl nachzufüllen ist. Der Motorraum wurde dabei markerlos erkannt, die AR Einblendungen ruckelten ganz gewaltig aber die Grafikleistung des Gerätes ist nunmal nicht high-end. Beeindruckt hat mich, dass es überhaupt funktioniert – wenn ich es recht erinnere heisst die Version der Software dafür Mirage. Das Display an sich ist winzig klein, furchtbar pixelig und ich musste mich stark konzentrieren um darauf zu sehen. Gleichzeitig das Display anzuschauen und die Umwelt wahrzunehmen war nicht drin. Dafür hab ich auf der insideAR mindest 5 Gäste mit Google Glass rumlaufen sehen. Erstaunlich.
  • Vuzix M100: Am Vuzix Stand gab es dann die M100 zum Ausprobieren. Verglichen mit Google Glass hat die mich wirklich beeindruckt. Die M100 ist nicht see-through sondern hat ein kleines Display, das von der Halterung wie von einem schwarzen Rahmen umgeben ist. AR ist dennoch mit Hilfe der direkt daneben verbauten Kamera möglich. Mit Hilfe eines Posters von einem Hochregallager zeigte der Hersteller eine “Leite mich zu dem Paket” App – die erstaunlich flüssig und präzise funktionierte. Sogar Barcodes auf dem Paket erkannte die App problemlos, der Hersteller iTiZZiMO der Software ist der aus dem SAP Video.

Was gab’s noch?

Die Metaio Software kann jetzt markerloses Tracking auf Basis von Kanten die aus CAD-Modellen generiert werden. Laut Prof. Schreiber von VW, die im Blog bereits erwähnte MARTA Anwendung vorstellte, eine ganz erhebliche Verbesserung der Präzision. VW hat MARTA gleich in das Wartungssystem integriert. Natürlich gab es auch neue Versionen der Metaio Software Suite pünktlich zur Hausmesse, neues Metaio SDK, junaio 5.0 usw. Ein weiteres erwähnenswertes Feature ist Continous Visual Search (CVS), das die Bilderkennung in die Cloud verlagert und es dadurch ermöglicht, unglaublich viele verschiedene Dinge zu erkennen – der Demonstrator waren DVDs die schnell und genau aus einer Datenbank von 10.000 Stk erkannt wurden.

markerless_cad

 

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Des weiteren scheint Metaio jetzt Extend3D Konkurrenz machen zu wollen und zeigte projektive AR mit einer Autotür und ebenfalls markerlosem Tracking.

projektiv

Zu den Demonstrationen gehörte auch eine Probefahrt in einer Mercedes R-Klasse, mit der Daimler den Prototyp einer AR-Navigation demonstrierte. Wie man auf dem Foto gut erkennt, gibt ein Bildschirm in der Mitte des Wagens das Kamerabild (hinter dem Rückspiegel befestigt) angereichert um AR-Elemente wieder. Das System erlaubt ausserdem einem Passagier auf dem hinteren Sitz POIs auf einem separaten Bildschirm anzuschauen. Der Fahrer sagte, das System würde ihn weniger von der Straße ablenken, als beispielsweise ein Navigationsystem, da das Kamerabild ja die Sicht durch die Scheibe wiedergibt.

daimler_navi

Angekommen am SAP Stand gab es eine kurze Diskussion mit dem Standbetreuer, ob das oben erwähnte Konzeptvideo denn so schon funktionieren würde. Eine direkte Antwort blieb er schuldig, dafür wurde mit detailliert erläutert, daß SAP AR lediglich als eine neue Art UI betrachtet und ihre Kompetenzen im Backendbereich sehen. In dem Zusammehang steht auch die Aquisition von Right Hemisphere, nach der ich fragte. Mmmh, ein paar Fragezeichen bleiben.

Weiterhin zu sehen gab es die Audi eKurzinfo App (auf Mobilgeräten), diverse Anwendungen des Metaio Engineers und anderer Metaio Produkte. Daneben fand ich mich am Stand von ConnectAR wieder, ein Unternehmen, das eine Software entwickelt hat mit der einfach Trigger (z.B. QR-Codes, Bilder o.ä.) mit Events verknüpft werden können, beispielsweise Aufruf einer Website, Aufruf eines 3D-Modells und so weiter. Läuft natürlich über Junaio, den AR-Browser von Metaio.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung war der Stand von Ball Packaging Europe. Dieser Produzent von Getränkedosen macht Werbung mit Hilfe des Junaio Browsers. Man hält sein Mobilgerät vor die Dose, die wird erkannt und es erscheint in den meisten Fällen ein Bild, z.B. einer Cheerleaderin bei Bavaria Dosen mit dem man sich dann zusammen fotografieren kann. Ich konnte mir kaum vorstellen, das die Idee erfolgreich ist, aber die junge Dame am Stand erklärte mir das es tatsächlich viel genutzt wird, stark abhängig allerdings davon wie gut die Bedienungsanleitung auf der Verpackung integriert wird. So hat es sogar das Sprudeltier, eine wirklich hässliche Kreation zu einiger Berühmtheit gebracht. In diesem Video könnt ihr das anschauen. Sachen gibts.

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Vorträge

Zu den Exponaten gab es jeweils die passenden Vorträge, dazu verständlicherweise viel von Metaio. Interessant war noch der Vortrag über die nächste AREngine, die Umsetzung der aufwendigen Algorithmen in einem Hardwarechip zur Integration in mobile Geräte. Solche gibt es zwar noch nicht, aber Entwicklerboards mit denen man sich von der Leistung des Chips überzeugen konnte.

Als ansonsten lustigster Vortrag ging auf jeden Fall “If not, then yes” von Sander Veenhof über Kunstprojekte mit AR in die Geschichte ein. Seine Seite sndrv.nl zeigt viele Beispiele, in Erinnerung geblieben ist mir besonders die erste AR-Ampel der Niederlande, an der keiner anhält obwohl sie rot ist; das AR-Konzert für ruhige Zonen, bei dem man die Band über das Smartphone sehen und hören konnte und in Wirklichkeit nur ein Marker auf der Bühne stand und die selbstproduzierten Google Glass ohne Funktion. Sehr viele Lacher, zu recht. Er ist auch der Erfinder des Google Glass Screensaver, falls mal nichts los ist ;-).

Das soll es sein, wer mehr wissen will, hier noch ein paar Links zu anderer Berichterstattung.

Update:

  • Metaio berichtet auf ihrem Blog und
  • auf dem Youtube Kanal sind die Demos (wer sich das nach meiner wortreichen Beschreibung nicht so richtig vorstellen kann) 🙂

 

Ingesamt: Schön wars!

Gemischte Links 26.08.2013

  • Visenso hat seinen Cyber-Classroom aufgerüstet auf die Version 3.2 mit neuen Funktionen, dazu gehören neue Lernmodule, Mehrsprachigkeit, Bedienung mittels Tablet und erweiterter Importschnittstelle. Hier das PDF der Pressemeldung. Quelle: VDC-Fellbach
  • Wer möchte das metaio auf der größten Technologieschau der USA, dem South by Southwest 2014, dabei ist, kann nach dieser Anleitung für sie voten (geht bis 6.9)
  • Six15 Technologies hat ein neues HMD auf den Markt geworfen, zielt offensichtlich auf den Verteidigungsmarkt. Doppel-OLED 1920×1200 Auflösung mit integriertem Headtracker und 225 g Gewicht. Beeindruckend, wiill nicht wissen was das Ding kosten soll. Quelle: Really.ru
  • Environmental Tectonics Corporation (ETC) liefert an die Niederlande eine AR-Lösung zur Ausbildung von Feuerwehrleuten. Quelle: Displaycentral
  • Die Openglass Initiative denkt das mit Google Glass “echtes” AR möglich ist.
    [youtube IzQCSis4kKs 640 360]

Vuzix M100

Vuzix M100: Die Gold-Edition der Developer Version des Google Glass Konkurrenten ist ausverkauft. Leider gibts keine Infos darüber wieviele das sind. Insofern kann ich nicht sagen, ob das auf echtem Interesse beruht.

Aber vielleicht eine gute Gelegenheit die beiden Konkurrenten kurz gegenüberzustellen.

 Google GlassVuzix M100Recon JetOptinvent Ora-SAtheer OneEpson
BT-200
Meta Pro
Display640x360
FOV 14°
400 x 240
FOV 14°
428x240
FOV 16°
FOV 24°1024x768 (x2)
FOV 65°
960x540 (x2)1280x720 (x2)
FOV 40°
HardwareOMAP 4430 CPU
1 GB RAM
16 GB Storage
720p/5MP Camera
OMAP 4 CPU
4 GB RAM
Micro-SD slot
1080p Camera
ARM Cortex A8 600 MHz
256 MB RAM
512 MB Storage
HD Camera
2x 5 MP cameraDual Core
1.2 GHz
1 GB RAM
8 GB HD
Micro-SD Slot
Intel i5
4 GB RAM
128 GB SSD
TrackingGPS, Compass
Headtracking
GPS, Compass
3-DOF Headtracking
GPS, Compass, Tri-axial Gyroscope, Tri-axial Accelerometer
Temperature, Barometric Pressure Sensor
9 Axis motion sensorGPS, Gyroscope, Beschleunigungssensor, Kamera
InteractionTouchpad, Voice Control4 Buttons
SoftwareSpecial Android 4Optimized Android 4.01Android with Recon HQ MobileAndroid 4.2.2Android 4.0.4
Battery LifeUp to 1 dayUp to 8 hoursUp to 6 hoursUp to 8 hoursUp to 6 hours
ConnectivityWiFi 802.11 b/g
BT
WiFi 802.11 b/g/n
BT
WiFi
BT
ANT+
BT
WiFi
Time to MarketEarly 2014Summer 20132013DevKit Early 20141. Q 2014 DevKit 850$Mai 2014
700 $
Juni 2014 3000$
Weight65 g70 g75 g88 g
RemarksHas to be connected to Android phoneCable-bound Control Box